Eingriffe in die Alltagskultur

Ich bin der festen Überzeugung, dass Alltagskultur ein entscheidendes Feld politischer Intervention darstellt. Während ich früher mit Adorno glaubte, dass nur in der autonomen Kunst ein Befreiungspotential festzustellen wäre, führte mich -- wie bei vielem -- die Beschäftigung mit Hegel darüber hinaus. Während die autonome Kunst im Leben der meisten Menschen schon deshalb nicht die Rolle spielen kann, die sie ihrer inneren Beschaffenheit nach spielen könnte, weil den meisten Menschen schlicht und einfach nicht die Zeit für die erforderliche Bildung des Geschmacks bleibt, ist Alltagskultur dasjenige, durch das hindurch Menschen ihr Selbstbild generieren, ihre subjektive Ordnung der Welt strukturieren und sich identifizieren. Kritik hat innerhalb der Strukturen dieser gegenwärtigen Subjektivität anzusetzen. Selbst-Bildung muss als bestimmte Negation des Alltags im Alltag statt finden. Ich meine, aufzeigen zu können, dass Kulturindustrie nicht notwendig immer das Immergleiche ist, sondern dass es in ihr qualitative Verschiebungen in Richtung vernünftiger Subjektivität gibt. Deshalb spielt die Reflexion auf Pop-Kultur für mich eine große Rolle, obwohl ich den Optimismus Benjamins oder der Cultural Studies nicht teile.

Wer wissen möchte, was ich selbst an Kulturellem hervorgebracht habe und hervor bringe, sollte die folgende Webseite besuchen: www.ratiophorm.net [ext].

jelinski.org

Internetpräsenz von Oliver Jelinski

[Bild eines schlecht und einfach mit einem Grafik-Programm gezeichneten Totenschädels]
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